Flüsiger Biomüll

Anfang Juli feierte der Löschzug Müsen der Freiwilligen Feuerwehr Hilchenbach sein 125 jähriges Bestehen. Wie es so Brauch ist, startet der Sonntagmorgen mit einem Weckruf. Dann marschieren die Jubilare zusammen mit den Müsener Musikern vom Tambourcorps und dem Musikverein durchs Dorf.

Da der Schirmherr des Festes aus Fellinghausen kam, machten sich in aller Frühe einige Feuerwehrleute und Musiker auf den Weg, um diesen abzuholen. Per Trecker und Planwagen sollte es nach Fellinghausen gehen. Aber schon beim Einsammeln der Teilnehmer kam es zu Verzögerungen. So plagten am frühen Morgen einen Musiker allzu menschlich Bedürfnisse.

Etwas später hieß es erneut: "Wagen halt". Doch diesmal war der Anlass ein anderer. Ein Musiker hatte entdeckt, dass die Biotonne vor seinem Haus offen stand. Und diese musste geschlossen werden! Normalerweise hätte dies zu Erheiterung der Reisegruppe geführt, doch um diese Uhrzeit war man noch nicht für solche Späße aufgelegt. Danach konnte aber die Reise weitergehen und der Tage verlief wie von den Feuerwehrleuten geplant.

Doch nicht ganz, denn während des Festzuges öffnete sich besagt Biotonne wie von Geisterhand. Und obwohl es an diesem Tag nur aus Schläuchen auf die Festzugsteilnehmer und Zuschauer regnete, war die Tonne am Abend bis zum Rand mit Wasser gefüllt. Das verdutzte Gesicht des Tonnenbesitzers ist leider nicht überliefert, aber man sollte sich immer merken: Halte nie einen fahrenden Zug auf!

Quelle: muesen.de, 19.07.2008