Offenes Feuer - drinnen oder draußen? 

In einer winterlichen Nacht schreckten die Sirenen gegen 1 Uhr in einem alten Bergmannsdorf die Einwohner aus ihrem verdienten Schlaf, ganz besonders einen Feuerwehrmann in der Dorfmitte. Für einen Feuerwehrmann ist das Signal immer etwas Aufregendes, aber diesmal fuhr ihm der Schreck in die Glieder.

Hatte er sich doch extra Urlaub genommen, damit er mit seiner Familie den neuen Kamin im Wohnzimmer einweihen konnte. Es war ein schöner Abend, der Kamin war eine echte Freude, die gute Stube wurde mollig warm und die Wolldecken konnten im Schrank verschwinden. Nun aber war das wohlige Gefühl dahin. Hatte er den Kamin nicht richtig gelöscht? Sollte die Sirene die Kameraden wegen einem Feuer in seinem Haus alarmieren?

Raus aus dem Bett, mit Affenzahn den Flur hinab, die Treppe mehr gesprungen als gelaufen und dann ins Wohnzimmer. Doch Fehlalarm, keine lodernden Flammen, kein beißender Qualm, alles war so friedlich, wie sie es am Abend verlassen hatten. Just in diesem Moment ging die Sirene ein zweites Mal. Anscheinend etwas dringendes.

Schnell gab er seiner Frau Entwarnung und eilte zum nahen Feuerwehrhaus.

Zusammen mit seinen Kameraden begab er sich auf die Suche nach dem Brandherd in der Jakobstraße.

Doch dort war auch nach intensiver Suche kein Brand zu finden. Einzige eine lodernde Feuerstelle bei einer Party konnte die Floriansjünger ausmachen, aber die war unter Kontrolle. So gesellte sich wieder ein Fehlalarm in die Statistik der Müsener Blauröcke und unser Feuerwehrmann und seine Kollegen konnte wieder beruhigt zu Bett gehen.

Quelle: Muesen.de, 15.03.2006