Mit Interesse verfolgt man die Entwicklung des Wisent-Projektes in Wittgenstein. Wenn man die impossante Tiere mal in einem Zoo gesehen hat, kann man sich zwar schwer vorstellen, wie diese sich in der heimischen Natur eingliedern werden, aber das ist ja ein Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes. Das geplante Schaugehge wird bestimmt ein Publikumsmagnet und die ausgewilderten Tiere wird man ja eh nicht zu Gesicht bekommen. Zumindest nicht in dem recht dicht besiedelten Siegerland.

Und doch gab es jetzt zwischen Müsen und Hilchenbach eine Begebenheit, die an den offiziellen Verlautbarungen zweifeln lassen. An einem schönen Sonntag Morgen sollte ein ausgedehnter Spaziergang Von Müsen über die Wigrow oberhalb der Breitenbach entlang nach Hilchenbach führen. Die frische Luft durchströmte die Lungen als plötzlich ein seltsames Geräusch den Atem fast verschlug. In einiger Entfernung stampfte und krachte es. Die allgegenwärtige Digitalkamera wurde schnell gezückt, aber leider gab es nur einen verwackelten Schnappschuss. Und genauso schnell, wie das Tier erschienen war, verschwand es auch wieder im Wald. Aber was war es?

Wenn man nicht mit Sicherheit wüsste, dass die Wisente in Bad Berleburg noch gar nicht angekommen sind, hätte es eines sein können. Von der Größe hätte es eine Kuh sein könne, aber die gräulich-braune Farbe ist für Kühe ungewöhnlich. Auch der massige Kopf/Nacken-Bereich war sehr auffällig. Leider konnte vor lauter Aufregung nur verwackeltes Bild mit der Digitalkamera gemacht werden.


Kann es sein, das die Gelder bewilligt und das Projekt längst begonnen hat?

In einer Sonntagszeitung war zu lesen, dass die Wisente zur Aklimatisierung zuerst an einem geheimen Ort auf den Ländereien der Berleburger Fürstenfamilie gebracht werden sollen. Ist dies bereits geschehen? Und hat es da den ersten "Ausbruch" gegeben?

Oder war es doch nur ein Reh im Winterfell. So zumindest erklärte ein Vater seinem Sohn in einem Kölner Wildgehge ein Wisent.

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