Auch wenn die Einwohnerzahlen zurückgehen, scheint der Bauboom in der Stadt Hilchenbach ungebrochen zu sein. Aus diesem Grund entstand immer wieder Neubaugebiete so um die Jahrtausendwende auch das Baugebiet "Vor der Aspe".

Nach und nach entstanden die neuen Häuser und heute sind nur noch ein paar Baulücken zu entdecken. Vom einfach Häuschen bis zum komfortablen Wohnkomplex ist alles zu finden. Viele junge Familien sind in die Straße gezogen und so herrscht hier gerade in den Sommermonate ein reges Leben. Aus Nachbarn wurden Freunde und es wird auch zusammen gefeiert.
Nur eine Frage stand von an Beginn im Raum: Gehört die Straße nur zu Dahlbruch oder zu Müsen?

Auf der einen Seite startet und endet die Straße an der Waldstraße, die eindeutig zu Dahlbruch gehört. Zum anderen gehören die Grundstücke, auf denen die Häuser gebaut wurden zu einer Müsener Gemarkung.

Nun muss man dazu erwähnen, dass es zwischen den benachbarten Dörfern Müsen und Dahlbruch schon seit je her zu Reibereien gekommen ist. Wurden früher diese oftmals von ?Mann zu Mann? ausgetragen, so verlegte sich dies doch mehr und mehr auf Frotzeleien oder auf sportliche Wettkämpfe.
Nun sind einige der Bewohner des Neubaugebieter in Müsener
Vereinen tätig und fühlen sich auch ehr als Müsener denn als Dahlbrucher. Sie es, weil sie dort geboren sind oder weil ihnen das Dorf und seine Menschen einfach so gut gefällt. Auf jeden Fall wurde vor einiger Zeit ein Zeichen gesetzt. So grüßen jetzt an dem Anfang und an dem Ende der Straße zwei "inoffizielle" Ortsschilder. Und mit diesen machen die Bewohner ihre Zugehörigkeit absolut deutlich: Müsen öwerm Wasser!

Damit begründeten Sie die Müsener Exklave. Denn eine Exklave ist ein Teil eines politischen Gebietes, das vom Rest des Gebietes räumlich abgetrennt ist und deshalb nur über ein anderes Gebiet zu erreichen ist.

Dies ist natürlich nicht ganz so ernst gemeint, denn das Gebiet "Vor der Aspe" ist zwar von Müsen durch einen kleinen Bach getrennt und damit nicht per Auto direkt erreichbar, aber eine Euro-Platte ermöglich die Überquerung trockenen Fußes. Und auch eine Schlagbaum oder eine Zollstation ist weit und breit nicht zu sehen.

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