Musiker bekamen Marsch geblasen

Siegen. Der Zug ins geliebte Hilchenbach wollte einfach nicht kommen. Also nahm das Tambourkorps des TuS Müsen den nächsten Zug - und musizierte.
sz - Mit Verspätung kehrte das Tambourkorps des TuS Müsen, verstärkt durch einige Spielleute aus Hilchenbach, am Mittwochabend vom Turnfest-Auftakt zurück. Nach gelungenem Auftritt wollten die Musiker mit der für 21.16 Uhr angekündigten Rothaarbahn vom Siegener Bahnhof aus ins obere Ferndorftal gelangen, doch das missglückte. Die RB 93 erschien nicht. Immerhin gab’s eine schriftliche Bestätigung über den Zugausfall aus ungenannten Gründen. Die Spielleute begaben sich daraufhin noch einmal zur Turnfestmeile, um etwa eine Stunde später einen zweiten Versuch zu wagen. Da die Rothaarbahn bereits Feierabend hatte, mussten sie in Kreuztal aussteigen – nicht ohne zuvor ein musikalisches Ständchen zu bringen. Allein der resoluten Schaffnerin im zum Gutteil mit Turnfest-Besuchern gefüllten Waggon missfiel das Klangerlebnis; sie blies den Akteuren den Marsch und unterband mit Pauken und Trompeten den Melodienreigen. In Kreuztal stieg die uniformierte Gruppe in den Bus um. Während die Hilchenbacher darin sitzen bleiben konnten, traten die Müsener in Dahlbruch den individuellen Heimweg ins Bergmannsdorf an.

Quelle: Siegener Zeitung, 05.06.2015

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