ls im Jahre 1893 bei der großen Feuersbrunst, welche die Mitte des Dorfes einäscherte, eine Scheune inmitten des Brandherdes unversehrt stehen blieb, erinnerten sich alt Leute folgender sagenhaften Erzählung, die ihnen von ihren Eltern mitgeteilt worden war:
Etwa in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts sollten Zigeuner aus dem Dorf gewiesen werden. Doch der Gastwirt Johann Heinrich Hirschberg hatte Mitleid mit den Leuten, und da das Wetter rau war und der Abend heranrückte, erlaubte er ihnen, in seiner Scheune zu übernachten. Am anderen Morgen, als die Leute abziehen wollten, erwiesen sie ihren Dank dadurch, dass eine alte Zigeunermutter aussprach:" Diese Scheune, die uns Schutz gegen Nacht und Kälte gewährt hat, soll fortan vor Blitz- und Feuersgefahr bewahrt bleiben!"

Aus: Siegerländer Sagen, gesammelt von Gerhard Schrey, erschienen 1912 im Montanus Verlag Siegen.