uf dem Dornbruch bei Müsen stand früher in einsamer Gegend ein Haus, dessen Bewohner eine Kuh besaßen, die keine Milch geben wollte. Man glaubte, sie sei verhext. Nun verließen die Leute das Haus, um an einer anderen Stelle sich niederzulassen. Sie dachten, die Hexen würden ihnen nicht folgen. Diese blieben auch zurück und ritten des Nachts stets über das verlassene Haus. Als dieses verfiel, zogen die Hexen zu dem nahen Kreuzweg, um dort ihr Unwesen zu treiben. Von dieser Zeit an sollen des Nachts über alle Kreuzwege Hexen reiten.

Aus: Siegerländer Sagen, gesammelt von Gerhard Schrey, erschienen 1912 im Montanus Verlag Siegen.

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