Protokoll vom 5.Stammtisch „Müsener für Müsen“

Information – Diskussion – Aktion - Vereins- und Partei-Übergreifend

1    Begrüßung

Andreas Bolduan begrüßte die Anwesenden zum 6. Stammtisch. Er dankt den Anglerfreunden Müsen für die Bereitstellung des Anglerheims und für die Bewirtung. Außerdem wies er auf das kulinarische Angebot des Abends hin: Frisch geräucherte Forelle. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen.

2    Aktueller Stand

Anschließend gab Ulrich Bensberg einen kurzen Rückblick auf die vorherigen Stammtische und deren Themenschwerpunkte.  Der 6. Stammtisch steht mit dem Gastvortrag unter dem Thema „Wege zu einer blühenden Landschaft“.

3    Dorfmitte

Die sichtbarste Aktion der Initiative ist die Umgestaltung der Dorfmitte. Die Stele des TuS-Müsen steht und ist dank der Beleuchtung auch am Abend ein Blickfang.

Im nächsten Schritt sollen 6 weitere Fundamente ausgehoben werden. Darauf sollen 3 Stelen mit Informationen zu Müsen stehen. Zur Auswahl stehen eine Straßenkarte, eine Liste mit Geschichtsterminen, eine Flurkarte und eine Informationstafel, auf der dargestellt werden soll, was Müsen l(i)ebenswert macht.

Auf einem weiteren Fundament soll eine Steele für die Initiative „Müsener für Müsen“ stehen. Die beiden anderen Fundamente sind noch nicht vergeben. Interessierten Vereinen wird angeboten, dass die Initiative bei der Finanzierung bzw. einem Sponsoring hilft.

Auf Nachfrage teilte Rüdiger Andreeßen mit, dass die Lore in den nächsten Tagen wieder an ihrem Platz aufgestellt wird. Die Renovierung hatte etwas länger gedauert als gedacht, da auch die Schwellen der Gleise erneuert werden mussten und diese nicht so schnelle verfügbar waren.

4    Weitere Infos

4.1    Einbrüche beim Landkaufhaus Setzer

In den letzten Wochen hat es einen Einbruch mit erheblichem Schaden und 3 weitere Einbruchsversuche bei dem Landkaufhaus Setzer gegeben. Da die Einbrüche zwischen 6 und 7 Uhr Morgens an der Vorderseite des Laden stattgefunden haben, wurden alle Anwesenden aufgerufen, die Augen offenzuhalten und Beobachtungen an die Polizei zu melden.

4.2    Parksituation im Feriendorf

Im Feriendorf wird sich über die Parksituation an der Stahlberger Straße beschwert. Durch die parkenden Autos bei den Häusern ist ein Durchkommen für Feuerwehr, Rettungswagen, aber auch für Waldarbeiter manchmal nicht möglich. Hier muss eine Lösung gesucht werden.

4.3    Hausschilder

Rüdiger Andreeßen stellte einen Vorschlag für die Hausschilder vor. Das Schild soll neben dem Namen auch eine kurzen Text und ein historisches Bild des Hauses enthalten. Außerdem ist das Schild mit einem sogenannten QR-Code versehen, über den per Smartphone weitere Information aus dem Internet geladen werden können.

4.4    Bericht von einem Termin zur Dorfentwicklung in Burbach

Jenny Bensberg gab einen kurzen Bericht zu einer Veranstaltung der Regionale Südwestfalen, der in Burbach stattfand. Auf der Veranstaltung stellten verschiedene Redner Projekte zur Dorfentwicklung vor.

So bezog sich ein Vortrag auf die Baukultur in Dörfern. Ziel sei es, die Dorfbewohner für die Baukultur zu sensibilisieren, so dass die Identität eines Dorfes erhalten bleibt, ohne das auf Erneuerung und Neugestaltung verzichtet werden muss.

Ein weiterer Vortrag zeigte, wie Kinder in die Dorfgestaltung mit einbezogen werden können und auch sollten, da sie die Zukunft eines Dorfes sind.

Anhand der Gemeinde Burbach wurde gezeigt, wie versucht wird, den Ortskern attraktiv zu halten. Gerade im Ortskern vieler Dörfer stehen ältere Häuser leer. Die Gemeinde Burbach hat Anreize geschaffen, diese Immobilien zu renovieren und zu erhalten. Auch durch die Ansiedlung von Geschäften in der Ortsmitte und nicht auf der grünen Weise, so wie durch eine verbessertes Baulückenmanagement und Streichung von Neubaugebieten wird versucht, ein Aussterben der Ortsmitte zu verhindern.

In einem weiteren Vortrag stellte der Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen seine Fibeln für die Haus- und Gartengestaltung vor. In der ersten Fibel aus dem Jahr 2005 werden Vorschläge für die Gestaltung von historischer Bausubstanz gemacht. 2021 erschien dann die zweite Fibel für neuere Bausubstanz.
In dem baulichen Teil der Fibeln werden Gestaltungsempfehlungen für Gebäude gegeben: Sockel, Fassade, Drempel, Kniestock, Dach, Fenster und Türen.
Der Gartenteil befasst sich mit Naturgärten. Dabei werden Themen wie biologischer Anbau, natürlicher Pflanzenschutz, Bodenpflege, altbewährte Kulturpflanzen, richtiger Standort und auch der Kompost angesprochen.


4.5    Patenschaften

Passen zum Tagesthema wurde darauf hingewiesen, dass die Verkehrsinsel wieder im Rahmen der Patenschaft neu gestaltet wurde.
Außerdem wurde noch auf dem Stammtisch der Patenschaftsvertrag für die Dorfmitte durch Ulrike Bensberg, Rüdiger Andressen, Andreas Bolduan und Dieter Wissenbach unterschrieben.

4.6    Umfrage zur Freizeitgestaltung

Frank Luschei und Jens Weigand stellten kurz das vorläufige Ergebnis der Umfrage zur Freizeitgestaltung unter den 7 – 14 jährigen Müsenern Kindern vor. Es wurde festgestellt, dass die Beteiligung an der Umfrage äußerst gering war (ca. 25%).  Frank Luschei wird eine endgültige Auswertung erstellen und das Ergebnis wird spätestens auf dem nächsten Stammtisch vorgestellt.

5    Gastvortrag „Wege zu einer blühenden Landschaft“

Für einen Gastvortrag konnten Ulrike und Gregor Rohlmann gewonnen werden.
Frau Rohlmann führte durch einen sehr informativen Vortrag, in dem sie auf die Probleme durch die großen Monokulturen in der Landwirtschaft, aber auch auf die Probleme durch die geänderte Gestaltung von privaten Gärten hinwies. Durch die intensive Landwirtschaft und die „moderne“ Gestaltung von Gärten fehlt vielen Insekten gerade in den Sommermonaten die Nahrungsgrundlage.

Besonders Bienen finden teilweise keine Nahrung mehr, da ab Juli kaum noch Blüten vorhanden sind. Das Überleben und die Arbeit der Bienen ist für die Menschen aber besonders wichtig, da ohne die Bienen keine Bestäubung der Pflanzen erfolgt und ohne die Bestäubung viele Pflanzen nicht gedeihen, welche die Basis der menschlichen Ernährung bilden. „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“  soll Albert Einstein gesagt haben.
Um dem entgegen zu wirken, hat sich das Netzwerk „Blühende Landschaften“  gebildet.  Frau Rohlman stellt die Ziele des Netzwerkes vor. Mit vielen, teilweise einfach umzusetzende Dinge zeigte sie, wie jeder sich an diesen Zielen beteiligen kann.

Den Vortrag hier kurz zusammenzufassen  würde ihm nicht gerecht. Auf www.bluehende-landschaft.de kann man sich sehr gut über das Netzwerk, über dessen Ziele, aber auch die eigenen Möglichkeiten zum Handeln erkundigen.

Nach dem Vortrag standen Herr und Frau Rohlmann noch Rede und Antwort und die ein oder andere Samenmischung wechselte den Besitzer. So könnte vielleicht schon bald in dem einen oder anderen Garten ein Stück Wildwiese entstehen.

Der nächste Stammtisch findet am 17. August 2012 ab 19 Uhr im Feuerwehr-Gerätehaus statt.

Hier noch ein Zeitungsartikel zum Thema "Blühende Landschaften":



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