Müsen behält Buckelpiste

Reparatur der Reparaturarbeiten ist derzeit nicht finanzierbar

Müsen. Die Hauptstraße in Müsen bleibt eine "Buckelpiste". Das räumte Tiefbauamtsleiter Michael Schwenke am Mittwoch im Hilchenbacher Hauptausschuss auf Anfrage von Andreas Bolduan (UWG) ein.

Der Müsener Ratsvertreter hatte sich darüber gewundert, dass nach wie vor nichts an der unebenen Fahrbahnoberfläche repariert worden ist - anders als Anfang Juli noch von der Siegener Zeitung berichtet. "Wir mussten die Maßnahme aus Kostengründen zurückstellen", sagte Schwenke und erinnerte an die Geschichte: Der Baubetriebshof hatte im Juni Schlaglöcher in der Straße ausbessern wollen. Dabei hatte dieser ungeeignetes Material verwendet - zu grobkörnigen Asphalt, der sich offenbar gerade noch auf dem Lastwagen befand, der aber bei den doch recht flachen Löchern zu sehr auftrug. Das Ergebnis dieser gut gemeinten Aktion wollte die Verwaltung von einem Fachunternehmen mit einer Fräse ausmerzen lassen.

Da bei diesem "Hausgemachten" Fehler niemand haftbar gemacht werden kann, wird das Abfräsen aber ins Geld gehen. Geld, das die Stadt nicht hat.

Laut Michael Schwenke hat sich die Situation bereits durch den rollenden Verkehr entspannt. Offenbar haben die Autoreifen der Dorfbewohner bereits ganze Arbeit geleistet und die Bodenschwellen etwas abgeschliffen. Mehr sei derzeit nicht drin."Wir können es finanziell einfach nicht stemmen", gab er dem empörten Müsener Bolduan mit auf den Weg.

Quelle: Siegener Zeitung, 13.09.2013