Grubenfest ein toller Erfolg

Die Müsener Dorfgemeinschaft ist in Ordnung

Am ersten Juni Wochenende fand in Müsen anlässlich der Ersterwähnung der Grube Stahlberg  im Jahre 1313 ein spezielles Dorffest statt - das Grubenfest. An beiden Tagen wurde rund um das Stahlbergmuseum gefeiert und auf besondere Weise der Bergbau und seine Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des nördlichen Siegerlandes dargestellt. Der Samstag stand im Zeichen der Bergparade, bei der die Teilnehmer des Montanhistorischen Workshops, der vom 28. Mai bis 01. Juni in Müsen stattfand,  verabschiedet wurden. Der Einzug der Bergleute wurde durch den Musikverein, das Tambourcorps und den Gesangverein begleitet. Neben Dr. Rolf Müller, dem ersten Vorsitzenden des Altenberg & Stahlbergvereins, sprach auch der Landrat des Kreises Siegen Wittgenstein Herr Paul Breuer zu den Gästen. Auch er verdeutlichte die Bedeutung des Bergbaus für die Siegerländer Wirtschaft. Für die richtige Feierstimmung sorgten die Bands The Pearls, Redhair Mountain Devils und Zum Horst.

Der Stehende Festzug war das Highlight des Sonntages. Hier gab es viel zum Thema „700 Jahre Grube Stahlberg - 700 Jahre arbeiten und leben in Müsen“ zu sehen. Moderne und altertümliche Produkte aus Stahl, aber auch Handwerkskünste konnten bestaunt werden. Die Kinder und Lehrer der Müsener  Stahlbergschule präsentierten die Ergebnisse ihrer Projekttage, die sie in der Woche vor dem Fest durchgeführt hatten. Einen zünftigen Frühschoppen gestalteten der Musikverein und das Tambourcorps auf und an der Bühne.

Solch ein Fest hat natürlich auch eine wirtschaftliche Seite und um diese zu betrachten, hatte der Festausschuss die Vorsitzenden der Ortsverein zu einer Veranstaltung am Müsener Pulverhäuschen geladen. In gemütlicher Runde ließ Jens Weigand das Fest nochmals Revue passieren und lobte den selbstlosen Einsatz der vielen Helfer. Er dankte den Vorsitzenden für die Unterstützung und stellte fest, dass „die Dorfgemeinschaft in Ordnung ist“, auch wenn es bei den Vorbereitungen das ein oder andere unerwartete Problem zu lösen gab.

Neben einigen Zahlen zu den verkauften  Speisen und Getränken konnte zur Zufriedenheit aller Anwesenden ein erwirtschafteter Gewinn von ca. 12.500 Euro verkündet werden. Wie bereits im Vorfeld abgesprochen, soll das Geld zum Wiederaufbau des Turms auf dem Altenberg verwendet werden. Zusammen mit dem Erlös des Altenbergfestes aus dem Jahr 2008 und Spenden, die im Zuge des Grubenfestes noch hinzugekommen sind, stehen mittlerweile ca. 24.000 Euro für den Neubau zur Verfügung.  Dies reicht noch nicht für den Bau, ist aber ein sehr gutes Startpolster. Mit den zuständigen Stellen sollen nun umgehend intensive Gespräche geführt werden, damit alle rechtlichen Hürden möglichst bald genommen werden können und Müsen wieder um eine touristische Attraktion reicher ist. Das wird dann natürlich nach alter Müsener Tradition wieder gebührend gefeiert werden.

Quelle: Festausschuss Grubenfest 2013, 12.08.2013

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