USH produziert wieder in Hilchenbach

Müsen/Lichtenberg. Das einstige Hilchenbacher Unternehmen USH ist wieder in seine Heimtstadt zurückgekehrt.

js - Zwei Jahre nach ihrem Umzug ins oberbergische Land zieht die Firma USH zurück in ihre Heimatstadt Hilchenbach. Mit einer zunächst einmal verkleinerten Mannschaft und unter neuer Flagge - der französischen - startet sie in wenigen Tagen in den Sieper-Hallen in Müsen neu durch.

19 Personen sind übrig geblieben

Für das derzeit 19-köpfige Team bedeutet dies das Ende einer turbulenten, harten Zeit. Zum 1. Februar hatten die beiden Schwesterfirmen Carl Koch GmbH und Ulrich Schmidt Schraubwerkzeugfabrik GmbH (USH Bits & Tools) beim Amtsgericht Bonn Insolvenz angemeldet. Bis Ende Februar wurde weiterproduziert, dann gingen die Lichter aus. Allein bei USH wurden 47 Festangestellte arbeitslos. Beide Unternehmen wurden abgewickelt, betroffen waren insgesamt 150 Mitarbeiter, die bereits seit dem Herbst auf Löhne hatten verzichten müssen.

Keine Rettung für Carl Koch - Glück für USH

Jetzt hat der französische Bohrer-Hersteller Diager die alte Marke USH gekauft. Zum 1. Juni hat er mit einem Teil der alten - in erster Linie Siegerländer - Belegschaft in Lichtenberg einen neuen Anlauf unternommen und die Produktion wiederbelebt. Für das Unternehmen Carl Koch gab es keine Rettung. Jetzt folgt der zweite Schritt, zumindest für USH: Der deutsche Ableger der Franzosen, die Diager GmbH, verlässt das Oberbergische und zieht in den Müsener "Siepark". Am 1. Juli soll dort in der früheren Montagehalle B produziert werden. Der Umzug wurde nötig, da die Lichtenberger Immobilie nicht mehr zur Verfügung steht und nach der Koch-Pleite nur noch zu einem Drittel genutzt wurde.

Optimale Bedingungen

Die USH-Produktpalette soll weiterhin ihren Markennamen behalten, erläuterte Werksleiter Torsten Welz der SZ. Die Diager GmbH werde sich nun mehr auf den professionellen Bereich ausrichten und keine Billigprodukte mehr anbieten. Die Kunden hätten bereits positive Rückmeldungen gegeben, dass die qualitativ hochwertigen USH-Produkte auf dem Markt blieben. Dass in Müsen erst einmal mit nur einer Schicht gestartet werde, sei nur ein Anfang. Langfristig soll wieder ein Stamm von etwa 30 Mitarbeitern beschäftigt werden, möglichst schon im kommenden Jahr. Die 2300 Quadratmeter große neue Produktionshalle ist laut Welz optimal geeignet - solche Bedingungen habe man weder in der Alten Leimfabrik an der Sterzenbacher Straße noch in Lichtenberg vorgefunden.

Quelle: Siegener Zeitung, Juni 2013

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