Volksfest-Stimmung am Stollen in Müsen

Höhepunkt der Feier: Die Bergparade beim Grubenfest in Müsen. Foto: Jürgen Schade

Müsen.  In Müsen ist am Wochenende rund um das Stahlbergmuseum und den Stolleneingang das 700-jährige Jubiläum der Grube Stahlberg gefeiert worden. Höhepunkt des Festes war am Samstagabend die Bergparade. Die Grube ist ein Denkmal für die regionale Bergwerkgeschichte.

An 20 Ständen wurde das Leben und Arbeiten an der Grube in den letzten Jahrhunderten gezeigt. Erstmalig urkundliche erwähnt wurde der Stollen am 4. Mai 1313 als Stenberge zu Muzen. Außerdem präsentieren am Wochenende Aussteller Produkte, die früher mit dem Erz aus der Grube in Müsen hergestellt werden konnten.

Am Samstag ging es musikalisch los mit den Redhair Mountain Devils, Zum Horst und The Pearls. Gegen 21.30 Uhr begann die Bergparade mit dem Musikverein und dem Tambourcorps Müsen. Die Bergparade mit den Teilnehmern des Bergbauworkshops in Müsen bildete den Abschluss des Grubenfestes zur 700 Jahrfeier. Am Sonntag ging das Fest um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf der Stollenhalde weiter, um 11 Uhr war das Frühschoppenkonzert.

An beiden Tagen war der stehende Festzug in der Glück-Auf-Straße aufgebaut, wo über den Bergbau, das Arbeiten und Leben in den letzten Jahrhunderten in Müsen informiert wurde. In der Alten Menage stellte der Siegerländer Künstler Heinz-Jürgen Merz seine zum Jubiläum gemalten Bilder vor. Vor allem an die Fachwelt richtete sich der Montanhistorische Workshop, den der Verein Altenberg und Stahlberg ausrichtet.

Bergmännische Lieder

Bergleute aus Deutschlan,d der Schweiz und Österreich nahmen am Abend im Licht ihrer Grubenlampen Aufstellung auf der Stollenhalde. Der Gesangverein „Glückauf“ Müsen sang bergmännische Lieder und der Tambourcorps des TuS Müsen sowie der Musikverein Müsen trugen ebenso musikalisch zum Gelingen der Müsener Bergparade bei.

Landrat Paul Breuer überreichte an den Vorsitzenden des Altenberg und Stahlbergverein Rolf Müller eine Urkunde zum 700-jährigen Bestehen.

Quelle: Fotos + Text von Jürgen Schade, Westfalenpost (www.derwesten.de), 02.06.2013

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