Die Winterbachquelle auf der Wigrow soll nicht renaturiert werden. Dennoch wird der Hilchenbacher Bauausschuss bald noch einmal genauer hinsehen. Foto: Jan Schäfer

 

Winterbachquelle bleibt

js - Die inzwischen abgeschlossene Renaturierung von Quellen am Rothaarkamm bereiten dem Hilchenbacher Bürger Wolfgang Ruth Sorge. Nachdem zuletzt die seit Jahrzehnten eingefasste Ferndorfquelle nach Maßgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie renaturiert wurde, „obwohl sie weder die Besucher noch die Natur störte“, sei nun „zu befürchten, dass die eifrigen Kreis-Mitarbeiter nach weiteren eingefassten Quellen fahnden, damit sie diese ebenfalls den steuergeldverschwendenden Vorgaben aus Brüssel anpassen können“.

Wolfgang Ruth wandte sich mit seiner Furcht an die Verwaltung. In einer Bürgereingabe fordert er diese auf, die 1960 eingefasste Wasserentnahmestelle der Winterbachquelle auf der Wigrow vor einem solchen Eingriff zu bewahren.

Im Hauptausschuss stellte die Verwaltung jetzt klar, dass keine Renaturierung der Winterbachquelle geplant sei. Daher gebe es keinen Handlungsbedarf. Christoph Rothenberg (FDP) erkannte diesen aber durchaus. „Die Bürgereingabe ist berechtigt.“ Die neue Version der Ferndorfquelle sei in den Augen vieler Bürger „nicht gelungen“. Zwar seien Quellbereiche Lebensräume, gleichzeitig gehörten diese aber auch zu den Besonderheiten unserer Naturlandschaft. „Sie sind ein Ausdruck der Wertschätzung für das Lebensmittel Wasser.“ Daher sei es angebracht, dieses Thema in den zuständigen Fachausschuss zu überweisen.

Dieser Vorgehensweise stimmte der Hauptausschuss zu. Demnächst wird sich also der Hilchenbacher Bauausschuss mit der Winterbachquelle befassen. Dem ist das Thema an sich nicht neu: In der vergangenen Wahlperiode hatte das Gremium der vom Kreis durchgeführten Renaturierung der Ferndorfquelle bei Oberndorf im Oktober 2012 mehrheitlich zugestimmt.

Quelle: Siegener Zeitung, 19.05.2008