Am 4. Mai 2013 jährte sich zum 700. Mal die urkundliche Ersterwähnung der späteren Grube Stahlberg. Diese Grube nahm in den folgenden Jahrhunderten eine führende Rolle innerhalb des Siegerländer Bergbaus ein und war Motor der wirtschaftlichen Entwicklung des oberen Siegerlandes.

Das Jubiläum haben die Ortsvereine genutzt, um gemeinsam auf der Stollenhalde ein Dorffest zu feiern. Gefeiert wurde an zwei Tagen rund um das Stahlbergmuseum. Am Samstag, den 01. Juni standen 3 Bands auf der Bühne und bei Einbruch der Dunkelheit gab es eine Bergparade mit den Teilnehmern des Bergbaugworkshops in Müsen. Am Sonntag wurde ein Openair-Gottesdienst gefeiert und anschließend spielten der Musikverein Müsen und das Tambourcorps des TuS Müsen zum Frühschoppen-Konzert auf.

Am Sonntag wurden in einem stehenden Festzug einige Aspekte zum Thema "700 Jahre Grube Stahlberg, 700 Jahre Arbeiten und Leben in Müsen" präsentiert. So zeigte die Grundschule einiges, dass die Schüler in der vorangegangenen Projektwoche erarbeitet hatten. Die Firma Eisenbau Krämer zeigte moderne Produkte aus Stahl, die Recken um Rainer Fränzen zeigten historische Waffen, die auch Müsener Stahl hergestellt worden sein könnten. Handwerker zeigten historische und moderne Verfahren am Bau. Ein ehemaliger Schumacher stellt einige der Schuhmacher Utensilien aus und brannte das Fest-Logo auf ein Stück Leder, dass sich Gäste mitnehmen konnten. In einem Backes wurden vor Ort Brote gebacken und Müsener Frauen zeigten die beschwerliche Arbeit der Waschweiber in früheren Jahren.

Für das leibliche Wohl war reichlich gesorgt. Neben Steaks und Würstchen vom Grill, Pommes und Kuchen, gab es am Sonntag eine deftige Erbsensuppe. Außerdem war das Martinshardt-Team vom Gipfelkreuz herabgestiegen und backte Waffeln am Ufer der Rothenbach. Die Frauen des Lauftreffs boten Waffeln aus Kartoffeln an und auch Crepes waren im Angebot. Ein besonderes Highlight waren die vor Ort von Michael Schattinger frisch gegrillten Wildschweine. Diese stammten aus seiner Jagd in Müsen und somit handelte es sich dabei um besonders "regionales" Produkt.

Ein besonderer Besuchermagnet war die Zeche Vollverein (auch Bärenhöhle genannt). Im Keller der alten Menage hatten die Bärengruppe und das Team des Osterfeuers eine Theke und Stehtische errichtet. Neben den üblichen Getränken wurden hier auch Cocktails angeboten, die reißenden Absatz fanden. Leider war der Platz in dem Keller beschränkt und so fand nicht jeder Einlass. Aber jeder, der es hineingeschafft hatte, war voll des Lobes.

Für die kleinen Gäste hatten der Jugendausschuss des TuS Müsen einiges vorbereitet. Die Jugendfeuerwehr hat extra für das Fest die "Müsener Grubenwehr" ins Leben gerufen. Dazu gibt es sogar ein eigenes Video: Grubenwehr Müsen. Die Kleinbahn des Bergbau und Feldbahnverein Schelderwald e.V., gefahren von Stefan Fenster, wurde nicht nur von den kleinen Gästen gerne genutzt. Auch so mancher Erwachsene hatte leuchtende Augen bei der Fahrt auf den extra verlegten Schienen entlang der Hallen der ehemaligen Firma Sieper.

Das der Wettergott ein Müsener ist, hat er an diesem Wochenende bewiesen. Auch wenn der Samstag etwas kalt war, so entschädigten die Sonnenstrahlen am Sonntag für alles. Und wenn man bedenkt, dass halb Deutschland unter starken Regenfällen und dem beginnenden Hochwasser zu leiden hatte, so kann man für das Wetter nur dankbar sein.

Ein paar Bilder des Festes findet Ihr hier auf Muesen.de:

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Aufbau

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Samstag

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Sonntag

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stehender Festzug

Bei Wunderlichs im Schaufenster hat Rüdiger Andreeßen auch Bilder aufgehängt. Diese können unter der folgenden Internetadresse heruntergeladen und dann selbst gedruckt, oder bei Foto Saal in Weidenau, Mediamarkt oder Saturn auf Fotopapier gedruckt werden: Grubenfest Bilder