Zusammenlegung der 5 Müsener Waldgenossenschaften

Im Juli 2012 wurde das Zusammenlegungsverfahren der bisherigen 5 Waldgenossenschaften zur Waldgenossenschaft Müsener Hauberge abgeschlossen. Damit ist ein sehr langwieriger Prozess abgeschlossen. Eine wichtige Station war der 16.05.2009. An diesem Tag wurde in der Vereinsturnhalle des TuS Müsen auf der Gründungsversammlung die neue Waldgenossenschaft Müsener Hauberg aus der Taufe gehoben. Der Gründungsversammlung wurde von Herrn Forstdirektor Helmut Ahlborn vom Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein durchgeführt. Es waren ca. 300 Anteilseigner anwesend.

In der Waldgenossenschaft Müsener Hauberge gehen die bisherigen Waldgenossenschaften  Dörfer Hauberg, Merklinghäuser Hauberg, Martinshardter Hauberg, Müsener Jähne und Dornbrucher Hauberg auf. Die neue Waldgenossenschaft verwaltet eine Fläche von 541,06 Hektar, eingeteilt in 20 000 Einzelanteile, die sich auf 450 Anteilseigner verteilen. 1 Anteil besteht aus der Fläche von 271 m2. Die Anteilseigner sind auf der ganze Welt verteilt. Der Entfernteste wohnt in Neuseeland.

Auf der Gründungsversammlung wurde auch ein Vorstand gewählt:

Waldvorsteher:   Martin Lau
1. Stellvertreter:   Kurt Münker
2. Stellvertreter:   Karl-Heinz Freudenberg
1.Beisitzer:   Edwin Braun
2. Beisitzer:   Wilhelm Krämer
Rechnerin   Iris Freudenberg

Die Zusammenlegung der bisherigen Waldgenossenschaften soll die Bewirtschaftung vereinfachen, da die Grenzverläufe zwischen den bisherigen Waldgenossenschaften teilweise kompliziert war. Auch sollte in diesem Zusammenhang eine Klärung von schwierigen Besitzverhältnissen geklärt werden. So existieren z.B. uralte Erbengemeinschaften.

Bestehende Verträge der alten Genossenschaften wie z.B. die Forstamtsbetreuung, den Versicherungen oder Verträgen mit dem Waldbauernverband, der Forstbetriebsgemeinschaft, dem Naturpark Rothaargebirge, der Stadt Hilchenbach, dem Kreis Siegen-Wittgenstein usw. werden übertragen bzw. fortgeführt.

Die Aufgabenstellung der Walgenossenschaft liegt in der Bewirtschaftung der Privatwaldfläche nach modernen forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Zur Zeit besteht die Hauptaufgabe in der Aufarbeitung von angefallenem Käferholz ( Borkenkäferbefall ). Wegen der schlechten allgemeinen Wirtschaftslage und dem niedriger Holzpreis findet im Moment nur ein sehr zurückhaltender Holzeinschlag statt.

Weiterhin kümmert sich die Waldgenossenschaft um Pflege Waldwirtschaftswege. So müssen die, nach Kyrill sehr gut instandgesetzten Waldwirtschaftswege durch Freischneiden befahrbar gehalten werden.