Am Rande des Feriendorfs in Müsen steht ein kleines, unscheinbares Häuschen. Leicht verdeckt hinter Laubbäumen ist es lange Zeit in Vergessenheit geraten. Dabei hat es eine nicht zu unterschätzenden historischen Wert, ist es doch eines der letzten Zeitzeugen der bergbaulichen Vergangenheit Müsens. Die extra dicken Aussenmauern zeigen noch heute, wofür das Häuschen früher gebaut wurde. Die Bergleute lagerten hier Sprengpulver.

Nach dem Ende des Bergbaus in Müsen im Jahre 1931 entdeckten die Wanderfreunde des SGV die Räumlichkeit für sich. Es wurden Bänke an die Wände und ein Tisch in der Mitte des Raumes aufgebaut. Aber mit dem Bau der SGV-Hütte weiter unten am Hang des Stahlberges ab 1988 neigte sich auch diese Nutzung dem Ende zu.

Der Altenberg und Stahlbergverein kümmerte sich in den folgenden Jahren um den Erhalt des Pulverhäuschens. Aber bei den vielen Projekten des Vereins und der doch begrenzten Helferschar, führte das Häuschen nur ein Schattendasein. Im Jahre 2011 änderte sich das  dann. In einer lockeren Runde klagt Rolf Golze vom Altenberg und Stahlbergverein vom Zustand des Pulverhäuschens und fragte die Anwensenden, ob sie nicht Interesse hätten, die Pflege zu Übernehmen. Da es sich bei den meisten um ehr passive Mitglieder des Altenberg und Stahlbergvereins handelte, wurde man sich relativ schnell einig.

Der Ortsheimatpfleger und Neu-Rentner Dirk Flack übernahm den Posten des Hüttenwartes. Unterstützt wird er von Frank Attenberger, Jochen Bensberg, Birthe Flack, Markus Kraft, Thomas Lau, Michael Roth, Jens Völkel und Boris Weber.

Nach dem ersten Ortstermin wurden die notwendigen Arbeiten angegangen. Im Innenraum wurde das Mobiliar repariert bzw. erneuert. Die meiste Arbeit steckte jedoch im Umfeld des Pulverhäuschens. Der Vorplatz mußte neu angelegt und dabei ein vorhandener Gedenkstein für die Verunglückten im Müsener Bergbau in eine angemessene Position gebracht werden. Ein Bank und eine Grillstelle wurde neben dem Haus angebracht und in das Haus bekam einen neuen Anstrich.

Einen ersten kleinen öffentlichen "Auftritt" hat das Pulveräuschen auch schon gehabt. An einem kalten Sonntag im Februar 2011 wurden dort Waffeln gebacken und Glühwein verkauft. Trotz dem nur Mund-zu-Mund-Werbung gemacht wurde, war die Besucherzahl gut und die Veranstalter zufrieden. Solche und ähnliche Aktionen sind auch in der Zukunft geplant.

 

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