Am Wochenende offenbarte sich eine neue Gefahr für die Müsener Schifffahrt. Nach dem es bereits 2009 eine kleineren Zwischenfall mit Freibeutern gegeben hatte, könnte sich diese Jahr die Gefahr für den ältesten Luxusliner der traditionsreichen Martinshardt-Armada erhöhen. Am Sonntag wurden in Müsen über 80 Piraten gezählt.

In einer eilig zusammengerufenen Sitzung des Schifffahrtsrates wurde nach Bekanntgabe der Zahlen bis spät in die Nacht über die geänderte Sicherheitslage auf den Müsener Gewässern beraten. Auf der Pressekonferenz am Montagmorgen konnte man an den besorgten Minen der Anwesenden ablesen, dass die Piraten nicht unterschätz werden. Es wurde aber dazu aufgerufen, keine Panik zu verbreiten. 

Robin J., Vertreter des Bootseigners FFHLZM, stellte klar, dass die Fahrten der MS Muzena nicht wie vor Somalia durch Söldner gesichert würden, sondern man vertraue auf die Mannschaft und die installierte Wasser- bzw. Konfetti-Kanone. Die Lage auf den Müsenern Gewässern soll in den nächsten Wochen intensiv beobachtet werden, um ggf. schnell regieren zu können. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit Polizei, Grenzschutz und der Atalanta-Mission der Bundeswehr", ergänzte der Hafenmeister Werner O.

Mit Hinweis auf überstandene Bedrohungen in der Vergangenheit zeigt sich Herbert J. vom Reiseveranstalter TuS überzeugt: "Die MS Muzena hat den Angriff des U-Boots U 2/44/4 aus Ferndorf überstanden, da werden wir doch mit ein paar Piraten fertig werden."

Weitere Informationen zu den diesjährigen Schiffbewegungen an der Müsener Küste findet Ihr auf www.muezena.de.